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Gedanken zur Malinois-Zucht

Malinois - diese Rasse steht für Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Temperament, Arbeitswille, Bindungsfähigkeit, und viele andere Dinge mehr, die für einen vielseitig einsetzbaren Gebrauchshund wichtig sind. Die beste mir bekannte Rassebeschreibug findet ihr hier: Monsieur 100.000 Volt, geschrieben wurde sie von Volker Riedel.

Auch wenn es in meinem Zwinger nur sehr wenige Würfe geben wird, fühle ich mich als Züchter dieser wundervollen Rasse natürlich mitverantwortlich für deren Weiterentwicklung, und werde alles mir mögliche tun, damit der Malinois das bleibt, was er in meinen Augen immer war und ist: Ein belastbarer, kerngesunder, leistungsfähiger Arbeiter. Kein Hund für jedermann, kein “schöner” Hund, kein Trend-Hund!

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Als Sporthund im Ringsport, VPG, Agility, Obedience, als Rettungshund, Diensthund der Behörden - es gibt nicht viel, was der Malinois nicht kann.
Dennoch ist mir persönlich sehr wichtig, dass der Mali eine ausgesprochene Schutzhund-Rasse ist, und genau da sollte meines Erachtens auch die Selektion stattfinden. Aus diesem Grund züchte ich aus Überzeugung im DMC. In meinen Augen hat dieser Verband das einzige Zuchtzulassungssystem in Deutschland, das tatsächlich einer Gebrauchshunderasse würdig ist. Auch an dieser Stelle möchte ich Volker’s Seite verlinken, er beschreibt hier eindrucksvoll den Werdegang des Körsystems im DMC.

Ebenfalls wichtig ist mir, gerade bei diesen temperamentvollen und triebstarken Hunden, ein intaktes Sozialverhalten. Damit meine ich nicht, dass der Hund alle fremden Hunde und Menschen lieben muss - aber es sollte möglich sein, ihn in der Familie zu halten, und halbwegs entspannt spazieren zu gehen. Was nützt der “Kracher”, wenn er bis auf ein paar Stunden Hundesport in der Woche weggesperrt, oder beim Anblick anderer Hunde mit Müh’ und Not unter Kontrolle gehalten werden muss? Ich möchte, dass die Welpen aus meiner Zucht ein erfülltes Hundeleben haben, und ein gut ausgeprägtes soziales Wesen ist dafür eine Grundvoraussetzung. Das wird zum einen genetisch bedingt, aber natürlich auch durch gute Prägung und Sozialisation erreicht.

Ich hoffe sehr und bemühe mich, meinen eigenen, sehr hohen Ansprüchen und natürlich denen der zukünftigen Welpenbesitzer aus meiner Zucht zu genügen. Aber: Trotz aller Planung, Recherchen, Gedanken, Gespräche, trotz allem Aufwand, zeitlich, finanziell und emotional, trotz Ausschöpfung aller denkbaren Vorkehrungen und Anstrengungen - ist Zucht letzten Endes auch immer ein wenig vom Glück abhängig.

Wie jeder andere Züchter, der mit “Herzblut” dabei ist, versuche ich, diesen Faktor so gering wie möglich zu halten.

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