Namibia
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Namibia Namibia's Flagge
liegt im südlichen Afrika, zwischen Angola und Südafrika. Das ehemalige Deutsch-Südwest-Afrika ist flächenmäßig etwa 2,4mal so groß wie Deutschland, und hat etwa 1,9Mio Einwohner (zum Vergleich: In Deutschland etwa 80Mio).
Namibia ist daher ein Land unendlicher, menschenleerer Weiten, mit ganz unterschiedlichen Vegetationszonen.
Im Norden nahezu tropisch, im Süden knochentrocken, mit dem tiefsten Canyon der Welt (Fish River Canyon). Im Westen, am Atlantik, erstreckt sich die Namibwüste, die älteste Sandwüste der Welt. Überhaupt ist Namibia das Land der Superlative: Hier gibt es die größte Sanddüne der Welt, die größte Antilope (Eland), die kleinste Antilope (Damara Dik-Dik), die älteste Pflanze der Welt (Welwitschia), das größte Uran-Vorkommen, den größten unterirdischen Fluss, riesige Diamant-Vorkommen usw.usw.
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Es gibt genügend gute Reiseführer mit näheren Infos (einen Buchtip findet ihr unter Berichte/Bücher), das soll es an dieser Stelle also schon gewesen sein mit den Daten und Fakten.Karte
Zum ersten Mal betrat ich namibischen Boden mit 17, ich nahm an einem Entwicklungshilfe-Projekt in Tsumeb, einer Minenstadt, teil. Drei Wochen lang arbeiteten wir mit einer namibischen Partnergruppe und bauten einen Sportplatz für die schwarzen Jugendlichen in Tsumeb.
In der vierten Woche machten wir eine Rundreise, und ich meldete mich direkt für das Projekt im nächsten Jahr an - Namibia hatte mich voll erwischt.                                                           ..............................................................

Das Projekt im darauffolgenden Jahr war schon eher meine Kragenweite: In der weiten Einsamkeit des Damara-Landes bauten wir eine Elefantentränke, um so die Wüstenelefanten zu schützen, die auf der Suche nach Wasser die Wasseranlagen der einheimischen Farmer zerstörten und deshalb häufig gewildert wurden. DSonnenuntergang am Okavangoie Elefanten benutzen seit Tausenden von Jahren die gleichen Wanderrouten, und als das erste Wasser in unsere Tränke floss, hörten wir prompt nachts die Tiere trinken - ein echtes Erlebnis!

Ich weiß noch ziemlich genau, wie ich auf einem der charakteristischen kleinen Geröllberge saß, der Sonne beim Untergehen zuschaute, und den Entschluss fasste, in diesem Land zu leben.
Auf der wiederum in der vierten Woche stattfindenden Rundreise fand ich einen Job auf der Ndhovu-Lodge, ganz im Norden Namibias, am Übergang zum Caprivi-Streifen.
Wieder zuhause kündigte ich die Wohnung, packte die Koffer, und fand mich bald in der kleinen Cessna meines neuen Arbeitgebers wieder. Von Windhoek aus war Ndhovu etwa 1000km entfernt, davon gut 250km Schotterpiste - also war Fliegen eher Notwendigkeit als Luxus. Der Flug war atemberaubend!
Endlose Savanne, und nur ganz selten eine Straße ohne erkennbares Ende wie mit dem Lineal gezogen, und hier und da klitzekleine Dörfer. Typische Straße
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Auf Ndhovu war ich zunächst für den Restaurantbereich zuständig. Als 18jährige plötzlich Chefin von 12 Eingeborenen zu sein war schwer genug, zu allem Überfluss stellte ich aber auch noch fest, dass mein Englisch mir nicht half, denn die Frauen sprachen ausschließlich Mbukushu und Afrikaans. Letzteres war aber recht leicht zu erlernen und nach einer Woche klappte die Kommunikation schon ganz gut.
Länger brauchte ich, um aus meiner jugendlichen “Wir-sind-alle-gleich”-Einstellung herauszukommen. Wie die meisten Menschen hierzulande wuchs auch ich mit dem Gedankengut auf, dass die bösen Weißen die armen Schwarzen unterdrücken. Dieses sensible Thema möchte ich an dieser Stelle nicht ausführlich diskutieren, nur so viel:
Wir sind nicht gleich, ganz und gar nicht. Wir sind lediglich gleichwertig - das ist ein großer Unterschied.

Auf Ndhovu lernte ich meinen Mann kennen, und gemeinsam leiteten wir über die Jahre Lodges, machten Safaris mit Touristen, und kauften schließlich gemeinsam mit meinen Schwiegereltern einen Tankstellen-Komplex. Dieser hatte großes wirtschaftliches Potential, und in nur 7 Jahren hätten wir dort genug Geld verdienen können, um uns unseren Traum einer großen Wildfarm erfüllen zu können.der Okavango-Fluss       ...........................................................

Doch es kam alles anders, denn wir lebten einen Steinwurf von der angolanischen Grenze entfernt und die eigentlich stabile Gegend wurde urplötzlich zum Kriegsgebiet.
Eine Weile hielten wir es aus - hörten regelmäßig die Mörsergranaten und Minen explodieren, hatten schwerbewaffnete aggressive Schwarze auf unserem Gelände, warnten Touristen vor der Weiterfahrt, und fuhren zum Einkaufen in die 250km entfernte Stadt Rundu nur noch im Militär-Konvoy, weil regelmäßig Straßensperren errichtet, und die Autofahrer erschossen und ausgeraubt wurden. Irgendwann wurde es dann aber einfach zuviel, und wir beschlossen schweren Herzens, alles aufzugeben und zu flüchten.

Mein (Ex-)Mann und ich kamen im September 2000 nach Deutschland.

Mehr Fotos aus Namibia findet ihr hier.

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